Atemwegsprobleme treffen dein Pferd nicht nur in der Stallsaison im Winter, sondern oft das ganze Jahr. Du siehst daran schnell: Nicht nur Wetter und Jahreszeit spielen eine Rolle. Häufig löst die Haltung die eigentlichen Reize aus – vor allem Stallluft, Staub und Futterqualität.
Bronchitis gehört zu den häufigsten Atemwegsthemen beim Pferd. Reagierst du zu spät oder ignorierst die Warnzeichen, kann aus einer akuten Reizung ein chronisches Problem werden. Dadurch leidet nicht nur das Wohlbefinden, sondern oft auch die Leistungsfähigkeit – im ungünstigen Verlauf bis hin zu dauerhaften Einschränkungen.
In Ställen hältst du Pferde noch immer viel in Boxen, oft mit wenig Luftaustausch. Gerade im Winter verschärfst du das Problem, wenn du weniger lüftest. Gleichzeitig belastest du die Atemwege zusätzlich, wenn Heu oder Einstreu stauben oder Schimmelsporen enthalten. Damit reizt du nicht nur Lunge und Atemwege, sondern stresst häufig auch das gesamte System.
Gönnst du deinem Pferd zu wenig Zeit an frischer Luft, verschlechterst du die Ausgangslage weiter. Du setzt zusätzliche Reize frei, wenn du den Stall reinigst oder Heu aufschüttelst, während die Pferde in der Box stehen. Auch Putzen wirbelt Staub, Haare und Dreck auf. Kommen dann noch Pollen oder Allergene dazu, steigen Reizung und Hustenbereitschaft spürbar.